Ein wunderbarer Abend mit viel Witz, Spannung und interessanten Anekdoten bescherte uns der österreichische Thrillerautor Andreas Gruber am 05.04.2016 bei Bücher Pustet in Passau. [Beitrag übernommen vom 11. April 2016]

»Racheherbst« ist der neue Thriller des Thrillerkings Andreas Gruber, der aus Wien stammt und noch immer in seiner Heimat lebt. Schon als Kind begeisterte er sich für Bücher und der Literatur; las gerne Kurzgeschichten, Bücher – auch im Bereich Horror. In den Sommerferien ging er immer in die Bücherei und hat sich Bücher ausgeliehen. Bereits in einem beachtlichen Alter von 5 Jahren versuchte er sich an Comics – vier Jahre später dann schließlich an einem Krimi, der den lustigen Namen »Moneten, Bier und heiße Bräute« trug, wo aber nach drei Seiten bereits alle Charaktere tot waren. Doch da war seine junge Schriftstellerei noch nicht zu Ende: Im Alter von 16 Jahren wagte er nochmals einen Versuch. Diesmal an der elektronischen Schreibmaschine der Mutter, wo er 3 Kurgeschichten verfasste. Dabei orientierte er sich an die John Sinclair oder Professor Zamorra-Heftromane. So überzeugt von seinen Geschichten und von seinem Talent wie er damals war, schickte er die Kurzgeschichten an Verlage – an große Verlage, wohlgemerkt! Doch leider erhielt er nur Absagen. Manche waren sogar so schrecklich, dass Gruber in einer Londoner Buchhandlung 60 Bücher über »Creativ writing« gekauft hat, die er alle (in Englisch!) las und sich somit weitergebildet hat. Das Handwerk des Schreibens, Redewendungen, Synonyme, Ausdrücke – alles über dieses Thema. Nachdem er mit diesen Büchern gearbeitet hat, überarbeitete er nochmals komplett seine Kurzgeschichten – und endlich hat’s geklappt: Seine ersten Veröffentlichungen folgten!

Andreas Gruber zählt in unserer heutigen Zeit als einer der erfolgreichsten Thrillerautoren im deutschsprachigen Raum. Seine Thriller fesseln die Leser und lassen sie nicht mehr los. Sein bisher erfolgreichstes Buch ist »Todesurteil«, ein 573-seitiger Superthriller mit dem zynischen niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder und der BKA-Studentin Sabine Nemez. Dicht gefolgt von Todesfrist und Racheherbst – sein neuester Band. Viele Leser fragen sich immer: »Wo bekommt der Gruber nur immer seine Ideen her?« Die Antwort ist so simpel und dennoch genial: Entweder er geht walken, hört Hörspiele, formt somit seine Ideen, oder er lässt sich von Horrorfilmen oder alten Krimiserien inspirieren. Und – nur so nebenbei – das Leben eines Autors ist, wie viele immer denken, nicht so leicht: Andreas beginnt seinen Tag recht früh, sitzt bereits um 7 Uhr morgens an seinem Schreibtisch und beantwortet zahlreiche Emails und Facebook-Nachrichten. Zudem muss er immer wieder das bisher geschriebene überarbeiten, aktuelle Druckfahnen prüfen, mit seiner Lektorin kooperieren, zu Lesungen fahren, Handlungen entwickeln … bis es schließlich 7 Uhr abends ist und er wieder produktive Stunden hinter sich hat.

Andreas, so sagt er, ist glücklich. Er hat das erreicht, was er wollte, und er will nichts Anderes mehr machen. Natürlich, seine vorherige Arbeit in der Pharmafirma hat ihm Spaß gemacht – doch das Schreiben ist doch einen Deut besser!

Die Lesung bei Bücher Pustet in Passau

Racheherbst habe ich einige Tage nach meinem Dubaiurlaub im August gelesen. Das Buch war übersät mit spannenden Szenen, tollen Charakteren und einem Plot, den man nicht hätte anders schreiben können. Neben Wien, Leipzig und Prag kam auch die Dreiflüssestadt Passau als Handlungsort vor. Nachdem ich das Buch beendet habe, recherchierte ich im Internet über eine Lesung von Andreas Gruber in Passau. Leider – so habe ich es befürchtet – war keine Lesung des Autors in Passau verzeichnet. Kurzerhand, da ich diese Tatsache sehr schade fand, habe ich Andreas gefragt (da wir schon seit Längerem in Kontakt waren) ob er gerne mal in Passau lesen würde. Ohne Umschweife gab er ein klares Ja – er würde sich sehr freuen. Ich nahm somit das Risiko auf mich und kontaktierte Bücher Pustet in Passau – eine große, moderne und überaus übersichtliche Universitätsbuchhandlung mit einer heimeligen Atmosphäre und sehr netten Mitarbeitern. Einige Tage nach meiner Email an die Buchhandlung, mit der Frage, ob Andreas Gruber nicht eine Lesung in deren Buchhandlung halten dürfte, kam auch schon die Antwort: »Ja!« Herr Henkel, der Geschäftsführer der Buchhandlung, verfasste eine sehr nette und informative Antwort, die ich sofort an Andreas weitergeleitet hab‘. Somit haben sich Herr Henkel und Herr Gruber abgesprochen, und eine Lesung kam zustande: Der 5. April 2016.

Es war eine lange Zeit bis zu diesem Termin. Da ich Andreas als mein literarisches Vorbild betrachte, war ich natürlich sehr aufgeregt, als ich vor dem Wirtshaus Bayerischer Löwe in Passau auf Andreas gewartet habe. Einige Wochen zuvor haben wir uns zu einem Interview verabredet, damit ich für Sie, lieber Leser, die besten Infos über diesen grandiosen Autor und tollen Abend habe.

Nun denn, wir saßen im Biergarten des Wirtshauses (welches übrigens gut besucht war) und ich habe Andreas geradezu „gelöchert“. Wir haben sogar die Zeit aus den Augen verloren, haben nach einem sehr interessanten Gespräch das Lokal verlassen und sind rauf zu Bücher Pustet gewandert.

Nach einiger Zeit kam eine sehr nette Dame zu mir, die seit 26 Jahren bei Bücher Pustet arbeitet. An dieser Stelle möchte ich nochmals Danke an Frau Steinkreß sagen, die mich herzlichst mit in die Anmoderation eingebaut hat und auf meine Arbeit als Autor und die Literaturplattform WeLoveBooks verwiesen hat.

Nachdem schließlich die Anmoderation erfolgt ist, kam Andreas auf das Podium. Seine Lesung begann er mit einem Witz, über den jeder herzlich lachen musste: »Nach der Lesung können Sie mich gerne fragen was Sie wollen, oder Ihre Bücher signieren lassen, mein Parkticket geht bis morgen früh 10 Uhr, also…« Danach hat Andreas den Beginn von »Racheherbst« gelesen; mit überaus starken, charakteristischen Stimmen und tollen Gesten, die die Szene noch impulsiver und spannender gemacht haben.

Der Abend mit Andreas Gruber war zusammenfassend ein wunderbarer Abend voller Spaß, interessanten Fakten und einer Präsentation von »Racheherbst«, wie ich es mir und die Besucher nicht anders hätten vorstellen können. Nachdem ich nochmals einen Abschlusstalk mit Frau Steinkreß geführt habe, Andreas herzlichen Dank gesagt habe und mein Exemplar von »Racheherbst« habe signieren lassen, habe ich auch noch eine sympathische Buchbloggerin aus Waldkirchen kennengelernt – Steffy von Steffys kleiner Bücherexpress auf YouTube. Sie hat das Team von WeLoveBooks zum „Weisblauen-Booktubertreffen“ in München eingeladen. Natürlich nehmen wir die Einladung gerne an und werden über diesen Tag hier auf WeLoveBooks berichten.

Abschließend möchte ich mich noch bei Herrn Henkel für die tolle Organisation der Lesung bedanken. Danke sagen möchte ich auch noch an Frau Steinkreß, die sich mit mir super unterhalten hat, sowie ein großes Lob an das gesamte Pustet-Team! Und natürlich, das darf man nicht vergessen: Danke an Andreas, der souverän und mit einer humorvollen Eleganz durch den Abend geführt hat. Danke!

Hier finden Sie noch einen kurzen Ausschnitt der Lesung von Andreas Gruber bei Bücher Pustet in Passau.

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